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(Chefredakteurin)
In der aktuellen Ausgabe lesen Sie :
Ausbildungsbereitschaft in Industrieunternehmen bleibt hoch
(rb) Hannover. Die Ausbildungsbereitschaft in den im „Haus der Industrie“ in Hannover zusammengeschlossenen Arbeitgeberverbände bleibt auch in dem gerade begonnenen Ausbildungsjahr sehr hoch. Nach einer Umfrage bei den rund 700 Mitgliedsunternehmen liegen die Zuwachsraten an neuen Ausbildungsplätzen bei vier bis sechs Prozent. Bei den Metallunternehmen können nach derzeitigen Stand 960 junge Leute eine Ausbildung beginnen, vier Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt werden in den Betrieben der Verbände 1960 neue Ausbildungsplätze angeboten. Aber auch die Industrieunternehmen leiden unter der nachlassenden Ausbildungsreife der Jugendlichen.
Streit um das Zustimmungsrecht des Rates
(rb) Hannover. Zwischen dem Innenministerium und Anwaltskanzleien, die im Auftrag von Kommunen bei der Errichtung gemeinsamer kommunaler Anstalten des öffentliche Rechts im Bereich der Energieversorgung tätig sind, gibt es unterschiedliche Auffassungen über die Beteiligung der Räte. Unstrittig ist, dass die gemeinsame kommunale Anstalt Verträge ausschreiben darf. Streitig wird aber die Frage diskutiert, ob die Anstalt dann die Konzessionen selbst vergeben darf ohne einen Beschluss des jeweiligen Rates. Das Ministerium meint, dass mit einer Satzung der Anstalt nicht einfach der Ratszustimmungsvorbehalt nach der Niedersächsischen Gemeindeordnung ausgehebelt werden kann; es bedürfe in jedem Fall eines bestätigenden Ratsbeschlusses für den Abschluss von Konzessionsverträgen und die Zuschlagserteilung.
In Kürze
(rb) Die Stadt Bad Gandersheim und der Landkreis Northeim haben am Donnerstag mit dem Land Niedersachsen einen Zukunftsvertrag über die Entschuldung des Haushalts der Stadt abgeschlossen. Durch Zins- und Tilgungshilfen des Landes von insgesamt 23 Millionen Euro wird der Haushalt Bad Gandersheims um 75 Prozent der bis Ende 2009 aufgelaufenen Liquiditätskredite entlastet.
Zur Sache: Strafvollzug in Niedersachsen
Strafvollzug in Niedersachsen(rb) Mit einer Mammutaufgabe haben die Landtagsgrünen die Justizverwaltung befasst. In ihrer Großen Anfrage zum Strafvollzug in Niedersachsen mit 159 Einzelfragen, die vielfach in eine Reihe von Unterfragen unterteilt waren, haben die Grünen einen Arbeitsaufwand von 1500 Verwaltungsstunden verursacht, der mit 50 000 Euro zu Buche schlagen würde, wenn die Beamten diese Aufgabe nicht neben ihrer eigentlichen Arbeit bewältigt hätten. Insgesamt fünf Monate hat man dafür gebraucht. Dennoch ist Ressortminister Bernd Busemann am Ende fast dankbar dafür, dass die Oppositionsfraktion ihm mit diesem Zahlenwerk die Gelegenheit gegeben hat, die positive Entwicklung des niedersächsischen Strafvollzugs seit dem Regierungswechsel von 2003 zu dokumentieren. Sie soll im Oktober-Plenum des Landtags diskutiert werden.
Özkan: Integrationslotsen sind ein Erfolgsmodell
(rb) Osnabrück. Das vom Land im Jahr 2005 initiierte und geförderte Modellprojekt „Integrationslotsen“ hat sich bewährt: Rund 1200 Menschen haben sich seither für dieses Ehrenamt qualifizieren lassen. Sie sind mittlerweile landesweit tätig und setzen individuelle Schwerpunkte etwa im Sport, in den Hochschulen, in der Ausbildung oder in der Kinder-, Jugend- und Elternarbeit, um Migranten den Start in neuer Umgebung und in die Gesellschaft zu erleichtern. Integrationslotsen sind entweder gut integrierte Zuwanderer aus rund 30 Ethnien oder interkulturell aufgeschlossene Einheimische.
