Kommentar: Alte Dogmen

Jahrgang 2012/Nr. 19 27. Januar 2012

(rb) Der frisch gekürte niedersächsische SPD-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2013, Stephan Weil, ist im Moment in einer komfortablen Situation. Die Affäre um den ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten, den amtierenden Bundespräsidenten Christian Wulff, erlaubt es dem Noch- Oberbürgermeister von Hannover und seiner Partei, vergleichsweise entspannt in das neue Jahr zu gehen. Er kann weiter seinen Dienst im Rathaus der Landeshauptstadt versehen, bis die heiße Phase des Wahlkampfs beginnt und darüber hinaus, ohne dass er Nennenswertes von sich geben müsste. Die SPDLandtagsfraktion kann gemeinsam mit Grünen und Linken täglich auf die schwarz-gelbe Landesregierung einprügeln wegen vermeintlicher und offensichtlicher Missetaten, die sich während Wulffs Amtszeit in der niedersächsischen Staatskanzlei zugetragen haben.

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