Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab der Landesregierung will noch viel mehr Niedersachsen zur Impfung bewegen. | Foto: Link

Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, will die Impfstruktur in Niedersachsen den Sommer über aufrecht erhalten. „Wir wollen im Herbst nochmal eine groß angelegte Impfaktion starten“, kündigte sie am Dienstag an. Laut Schröder beträgt die niedersächsische Impfquote bei allen Erwachsenen über 18 Jahre nur 87 Prozent, in Spanien seien dagegen bereits 92 Prozent der über 12-Jährigen geimpft. „Da ist bei uns echt noch Luft nach oben“, sagte Schröder. Ziel der Landesregierung sei es, die Bevölkerung mit Viertimpfungen auf die nächste Corona-Welle vorzubereiten. Bislang hätten 101.529 Menschen in Niedersachsen den vierfachen Impfschutz.

Sozialministeriums-Sprecher Oliver Grimm machte den „großen Erfolg der Impfung“ an den Beatmungszahlen deutlich: Vor genau einem Jahr, als die Auslastung der Krankenhäuser auf Rekordniveau war, mussten 216 Intensivpatienten beamtet werden. Aktuell sind es nur noch 48 Patienten. Die Gefahr von „Killervarianten“ des Covid-19-Virus, vor denen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gewarnt hatte, schätzt der Corona-Krisenstab als eher gering ein. Laut Schröder sei die Verbreitung von weiteren Mutationen zwar nicht ausgeschlossen, derzeit sei aber in Niedersachsen der Omikron-Subtyp BA.2 „absolut vorherrschend und dominant“. Sie hält es für unwahrscheinlich, dass eine tödlichere Mutation diese hochansteckende Variante ablöst.