Haken dran: Das wurde schon geschafft
Mehr Beratung: Das war eines der Ziele des Masterplans. Nicht einmal fünf Monate nach dessen Vorstellung kann hier schon an einige Punkte ein Haken gemacht werden. Die Beratung von Landkreisen und kreisfreien Städten läuft bereits, und am 4. Dezember hat das Kabinett auch die Gründung der Digitalagentur beschlossen, die Unternehmen im Land in Fragen der digitalen Weiterentwicklung sowie bei Fördermöglichkeiten unterstützen soll. Wer im Bereich der Digitalisierung investiert, soll bald mit einem sogenannten Digitalbonus unterstützt werden. 15 Millionen Euro sind im Topf, die Förderung soll im zweiten Quartal starten. Begonnen wurde bereits damit, die Forschungsförderung auf das Thema Digitalisierung auszurichten. Zwei Ausschreibungen wurden bereits veröffentlicht, dabei geht es zum Beispiel um „Big Data in den Lebenswissenschaften der Zukunft“. Wie geplant wurden auch bereits Förderbescheide für Modelle einer „Smart Factory“ an 24 Berufsschulen verschickt. So können Berufsschüler vor Ort lernen, wie die „schlaue Fabrik“ der Zukunft funktioniert. https://soundcloud.com/user-59368422/stefan-muhle-das-ist-ein-wahnsinn-was-wir-da-aufgebaut-haben Ebenso im Zeitplan sieht sich die Landesregierung bei der Digitalisierung der Verwaltung und der damit verbundenen Einrichtung eines digitalen Verwaltungsportals. „Umsetzung hat fristgerecht begonnen“, steht dazu in de Auflistung des Wirtschaftsministeriums. Ende des vergangenen Jahres ist das Land auch beim Ausbau der Gigabit-Infrastruktur einen Schritt weitergekommen. Das Unternehmen Vodafone hatte im November damit begonnen, die eigenen Kabelnetze, die früher lediglich für Fernsehen und Radio genutzt wurden, auf maximal ein Gigabit hochzurüsten. Ende 2020 soll bei allen 2,5 Millionen Kunden in Niedersachsen Gigabit-Geschwindigkeit möglich sein.Große Pläne: Das kommt 2019
„Aufnahme Testbetrieb erfolgt fristgerecht Mitte 2019“ heißt es beim Thema „Testfeld Niedersachen“. Mit dem nächsten Schritt wird das Testfeld für autonomes Fahren massiv ausgeweitet. Dann kann auch erprobt werden, wie selbstfahrende Autos nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land unterwegs sind. Ebenfalls im ersten Halbjahr sollen 100 allgemeinbildende Schulen mit sensitiven Robotern ausgestattet werden. Das Konzept steht schon, noch zu klären ist die Finanzierung. Bei dem Projekt sollen Schüler mit der Robotik in Kontakt kommen.Lesen Sie auch: Digital natives war gestern – jetzt kommen die Robonatives „Beim vernetzten Fahren ist Niedersachsen weit vorne“ Ärzte warnen vor hohen Erwartungen an den Segen der Tele-Medizin
Auch das Konzept für das sogenannte Distanzlernen an Berufsschulen, bei dem Schüler vor allem auf dem Land per Videokonferenz unterrichtet werden sollen, liegt bereits vor. Hier gibt es bei der Finanzierung noch ein Fragezeichen. Das Landwirtschaftsministerium ist dabei, die Ernährungsaufklärung zu digitalisieren. Derzeit befasst sich das Ministerium mit einem Projektantrag, der die Entwicklung von sogenannten Webinaren, also Seminare im Internet, und Apps rund um das Thema Kinderernährung vorsieht. Im dritten Quartal sollen landeseigene Gebäude, allen voran Staatstheater und Landesmuseen, mit WLAN ausgestattet werden. Bereits beschlossen wurden die zusätzlichen Digitalprofessuren an niedersächsischen Hochschulen, mit denen das Studienangebot an die Digitalisierung angepasst werden soll. In diesem Jahr geht es los, bis zum Jahr 2021 soll es bis zu 50 Digitalprofessuren in Niedersachsen geben. Und das Sozialministerium plant fristgerecht im ersten Quartal mit der Förderung von Digitalisierungsprojekten in der ambulanten Pflege zu beginnen. Auch hier hofft man, dass dabei vor allem der ländliche Raum profitieren könnte.


