Kommunen: Große Spannweiten bei den Personalkosten
Setzen alle Gemeinden, Städte und Kreise in Niedersachsen ihre Mitarbeiter planvoll und effektiv ein? Zweifel daran hat der Landesrechnungshof, der für seinen am Donnerstag vorgestellten „Kommunalbericht“ 17 mittelgroße Kommunen miteinander verglichen hat. Dabei wurde deutlich, dass in den Rathäusern das Personal für vergleichbare Aufgaben höchst unterschiedlich eingesetzt wird – die Spannweite liegt zwischen 451 Euro in einer Verwaltung, die sehr sparsam vorgeht, und 1660 Euro in einer anderen, die das Geld großzügiger ausgibt.
https://soundcloud.com/user-385595761/rechnungshof-kommunen-mussen-ihre-ausgaben-auf-den-prufstand-stellen
Sandra von Klaeden, die Präsidentin des Landesrechnungshofs, sieht nun die Kommunen zu einem „stärkeren gegenseitigen Austausch“ gefordert. Man müsse dies nicht als einen Wettbewerb ansehen, sondern als Chance, von den guten Erfahrungen anderer zu profitieren und die eigenen Abläufe zu optimieren.
Zu den Städten, die einen hohen Aufwand über 1350 Euro haben, zählen Wunstorf, Springe und Burgdorf (Region Hannover) und Lohne (Kreis Vechta). Unter 700 Euro liegen Peine, Ganderkesee (Kreis Oldenburg) und Geestland (Kreis Cuxhaven). Insgesamt seien die Personalausgaben in den Städten und Kreisen Niedersachsens seit 2016 stark ansteigend.
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Der „Kommunalbericht“ zeigt noch andere Schwachstellen auf: Beim Beschaffungswesen, also dem Kauf von Materialien für die Verwaltung oder etwa für den Bauhof, gebe es in vielen Kommunen oft noch Parallelzuständigkeiten oder eine Aufteilung auf sehr viele Köpfe, die dann die Verfahren an sich nicht einfacher machen.
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