„Wir stehen in Deutschland in der Gefahr, uns zu stark mit uns selbst zu beschäftigen und zu schnell Hürden für Bündnisse aufzubauen“: Bernd Althusmann - Foto: MB.[/caption]
Auch die Bundespolitik spielte bei der diesjährigen Kammerversammlung eine Rolle. Kammerpräsident Steinmann forderte die Parteien in Berlin dazu auf, sich der Verantwortung zu stellen. „Wir haben jetzt 750 Abgeordnete im Bundestag und keiner will regieren. Im Handwerk würde man von Arbeitsverweigerung sprechen.“ Wirtschaftsminister Althusmann mahnte, Deutschland brauche nun schnell eine handlungsfähige Regierung. „Wir stehen in Deutschland in der Gefahr, uns zu stark mit uns selbst zu beschäftigen und zu schnell Hürden für Bündnisse aufzubauen.“ Er halte nichts von einer Minderheitsregierung und glaube auch nicht daran, dass diese den Parlamentarismus beleben würde.
Karl-Wilhelm Steinmann hatte in seiner Rede unter anderem eine Stärkung der Berufsschulen gefordert. „Wir brauchen gut ausgebildete Lehrer für die Berufsschulen, vielleicht auch in der Ausbildung bereits mit etwas mehr Wirtschaftsbezug“, sagte der Handwerkskammer-Präsident. Steinmann plädierte für eine offensive Werbekampagne für den Lehrerberuf. Darüber hinaus wünsche sich die Kammer, dass die Unterrichts- und Entwicklungsplanung der Berufsschulen unter den Schulträgern angrenzender Regionen verbindlich abgestimmt werden und es zwischen Berufsschulen mehr Kooperationen geben sollte.

