
Jan Hackenberg, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU in Braunschweig, will sich mit dem angekündigten Aus der Wolters-Brauerei nicht abfinden. Der Unternehmensjurist sucht Mitstreiter für eine Genossenschaft, die den Betrieb übernehmen und das Bierbrauen in Braunschweig fortsetzen soll. Nach seinen Angaben haben sich in den ersten 18 Stunden rund 100 Interessenten gemeldet und unverbindlich insgesamt etwa 100.000 Euro in Aussicht gestellt. Nun sucht er für das Projekt Fachleute und weitere Unterstützer. „Die Mittelstandsunion Braunschweig wird das Projekt auch unterstützen“, kündigt Hackenberg an. Die fast 400 Jahre alte Brauerei Wolters hat im Juni Insolvenz beantragt und soll nach erfolgloser Investorensuche zum Jahresende schließen. Rund 90 Beschäftigte sind betroffen. Eine Online-Petition zur Rettung der Brauerei hat bereits rund 15.000 Unterschriften gesammelt. Sie richtet sich an die Volksbank Brawo und Oberbürgermeister Thorsten Kornblum (SPD). „Wolters muss weiterhin in Braunschweig gebraut werden können!“, fordern die Initiatoren. Kornblum kündigt Gespräche mit der Arbeitsagentur zur Unterstützung der Beschäftigten an. Zudem soll zumindest die Marke Wolters erhalten bleiben.


