7. Aug. 2018
Wirtschaft

Bund fördert LNG-Antrieb auf Containerschiff mit 6,2 Millionen Euro

Die Bundesregierung hat die Umrüstung eines Containerschiffes auf einen Antrieb mit Flüssigerdgas (LNG) durch die Reederei Wessels in Haren/Ems mit fast 6,2 Millionen Euro gefördert. Dass das Schiff „WES Amelie" unter zyprischer Flagge unterwegs ist, sei für die verfolgten Zwecke nicht entscheidend gewesen, heißt es in einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion. Vielmehr sollte damit „die Machbarkeit des Einsatzes von LNG im Schiffsverkehr durch Umrüstung eines in Betrieb befindlichen Seeschiffs“ aufgezeigt werden. Der erfolgreiche Abschluss des Projekts sei nun die Grundlage für eine weitere Förderung von LNG-Antrieben in der Seeschifffahrt. Das Ministerium sieht zwei Vorteile: zum einen sei es gut für den Klimaschutz, zum anderen werde die Nachfrage nach LNG als Schiffskraftstoff in Deutschland gesteigert.

In Niedersachsen werden derzeit vor allem an zwei Standorten die Voraussetzungen für ein LNG-Terminal geprüft. In Frage kommen könnten Stade und Wilhelmshaven. Für Stade spricht unter anderem die Industrie vor Ort und die Nähe zu Hamburg. Wilhelmshaven soll mit den rechtlichen Voraussetzungen schon weiter sein. Hier liegen bereits erste Teil-Genehmigungen vor. Die beiden niedersächsischen Standorte stehen vor allem in Konkurrenz zu Brunsbüttel in Schleswig-Holstein, wo es vor allem seitens der Unternehmen im Chemcoast-Park vor Ort ein großes Interesse an einem LNG-Terminal gibt. Die Landesregierung will sich nicht auf einen Standort festlegen, hat allerdings großes Interesse an einem Terminal an der deutschen Nordseeküste.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #134.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning