Christian Fühner, Bildungsexperte der CDU-Landtagsfraktion, hat die neuesten Ergebnisse der Pisa-Studie als Alarmsignal bezeichnet. Deutsche Schüler schneiden darin so schlecht ab wie nie zuvor. Immer mehr Jugendliche erreichen laut Pisa-Studie nicht einmal die notwendigen Basiskompetenzen. "Auch in Niedersachsen beginnt mehr als jedes vierte Kind die Schulzeit mit sprachlichen Problemen. Mehr als 2000 Kinder wiederholen bereits die erste Klasse. Deshalb dürfen wir nicht erst versuchen, Defizite bei 15-Jährigen zu reparieren. Wir müssen deutlich früher ansetzen. Denn Sprache ist die Grundlage, um dem Unterricht auch in Mathematik und Naturwissenschaften folgen zu können", sagte Fühner und fügte hinzu: "Wir haben bereits im April einen Gesetzentwurf für eine verbindliche und landesweit einheitliche Sprachstandsfeststellung im vorletzten Kindergartenjahr vorgelegt. Wird dabei Förderbedarf festgestellt, muss eine verbindliche Sprachförderung folgen." Olaf Brandes, Geschäftsführer der Stiftung Niedersachsenmetall, nannte die Pisa-Ergebnisse "erschreckend": "Rund ein Drittel der 15-Jährigen verfügt im Lesen und in Mathematik nicht über ausreichende Basiskompetenzen, in den Naturwissenschaften betrifft dies etwa ein Viertel. Rund ein Fünftel der Schüler erreicht in keinem der drei Bereiche das erforderliche Grundniveau. Zugleich ist der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozioökonomischer Herkunft in Deutschland so stark wie in fast keinem anderen Land der OECD-Studie. Wenn wir nicht entschlossen gegensteuern, wird sich der Fachkräftemangel in technischen Berufen weiter verschärfen.“


