Gerhard Schröder ist von der Universität Göttingen mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden. Diese Ehre soll der umstrittene Altkanzler aufgrund seiner Haltung zum Ukraine-Krieg nun verlieren. Foto: GettyImages/Sengchoy, Staatskanzlei, Montage: Rundblick

Fritz Güntzler, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Göttingen, wünscht sich von der Leitung der Universität, dass sie die Aberkennung der Ehrendoktorwürde von Altkanzler Gerhard Schröder umgehend auf den Prüfstand stellt.  „Die Universitätsleitung sollte schnell zu einer Entscheidung kommen. Es könnte ein schlechtes Licht auf die Universität im Ganzen werfen, wenn man an dieser Stelle untätig bleibt“, erklärte Güntzler.

Schröder hatte die Ehrendoktorwürde 2005 von der biologischen Fakultät verliehen bekommen. Schon damals war diese Ehrung umstritten. Nach der Promotionsordnung kann eine Ehrendoktorwürde aberkannt werden, „wenn sich durch sein oder ihr späteres Verhalten der Führung eines Doktorgrades unwürdig erwiesen hat.“ Der Streit über Schröder spitzt sich seit Tagen zu, da der Altkanzler in Diensten staatlicher russischer Energiefirmen steht und Forderungen, diese Ämter aus Protest gegen den Angriffskrieg von Wladimir Putin niederzulegen, nicht nachgekommen ist.

CDU-Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler / Foto: Tobias Koch