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Der CDA-Landesvorsitzende verweist darauf, dass der Beitragssatz im kommenden Jahr ohnehin um 0,3 Prozentpunkte steigen soll, ohne dass damit mögliche Gehaltssteigerungen von Beschäftigten im Ansatz abgedeckt wären. Zum Ende dieses Jahres wird mit einem Defizit von drei Milliarden Euro in der Pflegekasse gerechnet. Für Matthiesen ist es deshalb „allerhöchste Eisenbahn“, dass man die finanziellen Anforderungen in den Griff bekommt. Es müsse nun sehr schnell entschieden werden, wie es mit der Finanzierung weitergeht. „Wenn Jens Spahn gut ist, kann er jetzt als Gesundheitsminister zeigen, was er kann.“ Das gelte auch für die niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann. Matthiesens Plan einer Steuerfinanzierung hält Meta Janssen-Kucz, Sozialexpertin der Grünen-Landtagsfraktion, für das Bohren sehr dicker Bretter. „Das kann man sich wünschen. Aber wichtig ist zunächst einmal, dass die unterschiedlichen Standards sowie die unterschiedlichen Gehälter in den Ländern wegfallen.“ Gerade Niedersachsen stehe bei den Gehältern hinten. „Damit öffnen wir der Abwerbung von Fachkräften Tür und Tor. Es ist verständlich, wenn eine Pflegekraft aus dem Emsland lieber 50 Kilometer weiter in Nordrhein-Westfalen arbeitet, weil sie dort deutlich mehr verdient“, meint Janssen-Kucz. Eine bundesweite Vereinheitlichung der Gehälter in der Pflege sei ein wichtiger Schlüssel für mehr Gerechtigkeit.


