(rb) Hannover. Finanzminister Peter-Jürgen Schneider geht davon aus, dass der nächste Haushalt, in dessen Planung das Kabinett in Kürze einsteigen wird, ein Doppeletat für 2017/2018 wird. Hintergrund ist die Landtagswahl, die voraussichtlich im Januar 2018 stattfinden wird. Es soll vermieden werden, dass die Etatberatungen für den Haushalt 2018 mitten in den Landtagswahlkampf hineingeraten. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen und hänge u.a. von der Mai-Steuerschätzung ab, sagte Schneider am Donnerstag vor Journalisten. Wegen der frühen Sommerferien in diesem Jahr sei die Haushaltsklausur bereits für den 21. Juni terminiert. Der größte Kostenfaktor für den Etat 2017 werde naturgemäß erneut die Finanzierung der Flüchtlingskrise sein. Schneider rechnet mit einem Betrag von 1,768 Milliarden Euro. Das wären im Vergleich zu 2014, als die Flüchtlingsfinanzierung mit 172 Millionen Euro noch eine untergeordnete Rolle gespielt hat, eine Verzehnfachung. Im laufenden Haushalt liegt der Betrag bei 1,282 Milliarden Euro. Die größten Brocken werden nach dem aktuellen Stand auch 2017 die Erstattung an die Kommunen mit rund 660 Millionen Euro sein und die Kosten für die Landesaufnahmebehörde mit 673 Millionen Euro.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #20.