1. Dez. 2022
Wirtschaft

DGB kritisiert Pläne fürs 49-Euro-Ticket

Mehrdad Payandeh. | Foto: DGB/Werner Musterer

Mehrdad Payandeh, DGB-Landesvorsitzender, hält die zwischen den Verkehrsministern der Bundesländer vereinbarten Regeln zum 49-Euro-Ticket nicht für ausreichend. Wenn dieses Ticket im April 2023 starte, sei das zunächst ein wichtiger Beitrag, das Wirrwarr des Tarifdschungels zu beenden. Wer in Braunschweig eine Monatskarte habe, könne 22,80 Euro sparen, in der Landeshauptstadt Hannover seien es 21,30 Euro. Ein Makel bleibe aber: Für einkommensschwache Haushalte seien 49 Euro immer noch zu viel. Gewerkschaften und Sozialverbände setzten sich daher für ein ergänzendes Sozialticket ein, das maximal 29 Euro kosten solle. Entsprechende Beschlüsse fehlten noch. Positiv sei aber die Zusage von Rot-Grün in Niedersachsen zu bewerten, ein landesweites 29-Euro-Monatsticket für Auszubildende, Schüler und Freiwilligendienstleistende einzuführen.

Dieser Artikel erschien am 1.12.2022 in Ausgabe #215.