8. Okt. 2018
Wirtschaft

Die Strafzölle und der Brexit leeren die Auftragsbücher der niedersächsischen Industrie

Der drohende Brexit, die Strafzölle der USA auf Stahl und Aluminium sowie die Drohung des US-Präsidenten, bis zu 25 Prozent Strafzölle auf die Einfuhr ausländischer Autos zu erheben, spiegeln sich in den Auftragsbüchern der niedersächsischen Industrie jetzt deutlich wieder. Um 13 Prozent sind die Auftragseingänge der niedersächsischen Industrie im August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen, wie das Landesamt für Statistik jetzt mitteilte. Sowohl aus dem Inland (minus 13 Prozent) wie auch aus dem Ausland (minus 14 Prozent) ist die Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern gesunken. Besonders stark hat es erwartungsgemäß die Autobauer getroffen, die Bestellungen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen ging um fast ein Viertel zurück. Ebenfalls keine große Überraschung ist der Rückgang der Bestellungen in der Metallerzeugung und -bearbeitung, hier wurden ein Fünftel weniger Verträge geschlossen. Der Maschinenbau verlor dagegen nur leicht um zwei Prozent im Vergleich zum August 2017. Und in der chemischen Industrie und der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen wurden mit jeweils zwei Prozent sogar leichte Zuwächse in der Auftragserteilung verzeichnet.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #176.
Klaus Wallbaum
AutorKlaus Wallbaum