
Allgemeiner Überblick über alle OB-Wahlen: Die CDU kann triumphieren in Wolfsburg, Celle und Hameln, aber auch in Osnabrück und Salzgitter. Hier liegen ihre Amtsinhaber deutlich vorn oder haben es schon im ersten Anlauf geschafft. In Göttingen und Lingen haben CDU-Bewerber gute Chancen. Die SPD hingegen kann mit guten Ergebnissen ihrer OB-Kandidaten in Braunschweig und Cuxhaven aufwarten, in Oldenburg gibt es eine Chance. Die Grünen-Amtsinhaber in Hannover (Belit Onay) und Lüneburg (Claudia Kalisch) gehen als Favoriten in die Stichwahlen. In Emden und Wilhelmshaven siegen klar parteiunabhängige Bewerber, jeweils gegen SPD-Kontrahenten.


- Braunschweig, Lüneburg, Salzgitter, Wolfsburg, Celle: In Braunschweig hat es der Favorit Thorsten Kornblum (SPD) nicht im ersten Wahlgang geschafft, aber er ist mit rund 43 Prozent klar in Führung vor seinem Stichwahl-Kontrahenten Maximilian Pohler von der CDU (17,2 Prozent). In Lüneburg stehen sich Amtsinhaberin Claudia Kalisch (Grüne) und der parteilose Heiko Meyer gegenüber, in Salzgitter trifft OB Frank Klingebiel auf die AfD-Herausforderin Patricia Mair – Klingebiel führt mit 45 Prozent und 20 Punkten Vorsprung. In Wolfsburg ist OB Dennis Weilmann (CDU) mit 50,1 Prozent klarer Sieger – ebenso in Celle der OB Jörg Nigge (65,3 Prozent).

- Oldenburg, Wilhelmshaven, Delmenhorst, Cuxhaven, Emden: In Oldenburg ist das Resultat knapper als vermutet, Ulf Prange (SPD) und der schwarz-grüne Kandidat Jascha Rohr liegen fast gleichauf. Das verspricht große Spannung vor der Stichwahl in zwei Wochen. Rohr war erst von den Grünen nominiert worden, die CDU hatte sich angeschlossen. In Wilhelmshaven siegt die parteilose, von mehreren Parteien gestützte Eva Maria Haarmann mit 55,5 Prozent - der SPD-Kandidat unterliegt klar. In Delmenhorst ist Amtsinhaberin Petra Gerlach (CDU) mit 44,6 Prozent die Favoritin gegen den Stichwahl-Kontrahenten Alexander Mittag von der SPD. In Cuxhaven hingegen erreicht Amtsinhaber Uwe Santjer (SPD) mit 58,8 Prozent einen glatten Sieg im ersten Durchgang. Das gilt auch für Tim Kruithoff in der einstigen SPD-Hochburg Emden, er kommt auf 68,2 Prozent.
Das sind die Ergebnisse der Landratswahlen
Gesamter Überblick über das Land. Freud und Leid sind verteilt: Die Grünen können mit Rückenwind in die Stichwahl gehen im Kreis Osnabrück und im Kreis Osterholz, auch die parteilose Landrätin Schulz im Wendland. In Hildesheim, Holzminden, Schaumburg und Hameln-Pyrmont schneiden die SPD-Bewerber gut ab, auch in Peine, Northeim, Helmstedt, Goslar und Wolfenbüttel. Die CDU glänzt im Oldenburgischen Münsterland und im Emsland - aber verliert in der Grafschaft Bentheim. Die CDU-Favoriten in Stade, Rotenburg, Celle, Uelzen und Lüneburg schneiden gut ab, im Heidekreis nicht. In Leer, Wittmund, Verden, Aurich und Friesland führen SPD-Kandidaten.

- Heidekreis, Uelzen, Celle, Osterholz, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Verden, Rotenburg, Stade: Im Heidekreis trifft Sebastian Zinke (SPD) auf die parteilose Cornelia Reithmeier in der Stichwahl, der CDU-Bewerber scheitert. In Uelzen liegt Landrat Heiko Blume klar in Führung, in Celle, Rotenburg und Stade siegen die CDU-Amtsinhaber, in Verden der SPD-Amtsinhaber. In Lüneburg ist Steffen Gärtner (CDU) Favorit, er trifft auf André Schuler (SPD). In Osterholz liegt Grünen-Kandidat Kim Fürwentsches knapp vor Michael Harjes (SPD). In Lüchow-Dannenberg ist Landrätin Dagmar Schulz (parteilos) Favoritin, sie liegt mit 20 Punkten Vorsprung vor Christian Carmienke (CDU).

- Hannover, Hildesheim, Holzminden, Hameln-Pyrmont, Nienburg, Schaumburg: In der Region Hannover führt Eva Bender (SPD) mit rund acht Punkten Vorsprung vor Oliver Junk (CDU). In Hildesheim ist Amtsinhaber Bernd Lynack (SPD) klarer Favorit mit 46 Prozent, Christopher Gedeon liegt mit 34 Prozent dahinter. In Holzminden sind SPD-Mann Bjarne Allruth (43 Prozent) und CDU-Mann Uwe Lange (35 Prozent) nah beieinander. In Hameln-Pyrmont ist Dominik Petters Favorit, er trifft auf Elisabeth Meyer (CDU). In Nienburg sind Dennis Seebode (CDU) und die parteilose Stefanie Duensing (parteilos) gleichauf. In Schaumburg siegt Andrea Stüdemann (SPD) mit 59,7 Prozent.

- Ammerland, Friesland, Wittmund, Wesermarsch, Aurich, Leer: Im Ammerland liegen Hendrik Lehners (CDU) und Björn Meyer (SPD) nah beieinander. In der Wesermarsch, in Wittmund und in Leer siegen die amtierenden Landräte, in Friesland der SPD-Bewerber Rolf Neuhaus. Der Amtsinhaber Sven Ambrosy war nicht erneut angetreten, der AfD-Bewerber Martin Sichert wurde nicht zugelassen (so wie es in Wilhelmshaven und Lüneburg auch der Fall war). In Aurich trifft der SPD-Kandidat Olaf Wiltfang auf Detlev Krüger von den Freien Wählern - aber Wiltfang hat rund 20 Punkte Vorsprung.

- Osnabrück, Oldenburg, Vechta, Cloppenburg, Emsland, Grafschaft Bentheim: In dieser Region gibt es vier Landräte-Könige: Marc André Burgdorf (Emsland), Tobias Gerdesmeyer (Vechta) und Christian Pundt (Oldenburg) liegen souverän über 50 Prozent - wobei Pundt keinen Gegenkandidaten hatte. In Cloppenburg erreicht der CDU-Kandidat Dirk Gehrmann 52,6 Prozent. Im Kreis Osnabrück kommen Landrätin Anna Kebschull (parteilos) und Thomas Spieker (CDU) in die Stichwahl, Kebschull liegt acht Punkte in Führung. In der Grafschaft Bentheim scheitert die CDU, in der Stichwahl treten Kai Schmidt (parteilos) und Silvia Pünt-Kohoff (SPD) gegeneinander an.

- Göttingen, Northeim, Wolfenbüttel, Goslar, Helmstedt, Peine: Im Kreis Göttingen scheitert Amtsinhaber Marcel Riethig, der sich mit der Kreisverwaltung überworfen hatte. Er erreicht 14,8 Prozent. In der Stichwahl stehen sich Ulrike Witt (SPD) und Harm Adam (CDU) gegenüber. In Northeim sind SPD-Mann Simon Hartmann und Thorsten Kühn von der CDU in der Stichwahl, in Peine Julia Semper (SPD) und Carsten Lauenstein, wobei Semper klar in Führung liegt. Das gilt auch für den SPD-Bewerber Malte Schneider im Kreis Helmstedt, der klar vor Torsten Wendt von der CDU liegt. In Goslar ist Landrat Alexander Saipa (SPD) mit 45,3 Prozent klarer Favorit gegenüber Erik Homann von der CDU. In Wolfenbüttel liegt der CDU-Kandidat Tobias Thurau fast gleichauf mit dem SPD-Kandidaten Martin Albinus.


