(rb) Hannover. Mit einem am Donnerstag in den Landtag eingebrachten Entschließungsantrag wollen die Liberalen erreichen, dass spätestens 2017 jede weiterführende Schule in Niedersachsen mindestens über einen Sozialarbeiter verfügt. Dafür müsste das Land 2016 und 2017 Mittel für jeweils 250 zusätzliche Schulsozialarbeiter/innen bereitstellen und ein schlüssiges Gesamtkonzept vorlegen. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt habe mehrfach den Ausbau der schulischen Sozialarbeit versprochen. Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2016 sehe dies aber keineswegs vor. Wieder einmal zeige sich, dass Rot-Grün sich nicht an die Versprechen im Wahlkampf erinnern könne. „Schulsozialarbeit ist der nächste Wahlbetrug von Rot-Grün“, schimpfte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling. Er kritisierte erneut, dass den Schulen im kommenden Jahr sechs Millionen Euro aus ihrem Budget weggenommen werden sollen, um diese in den allgemeinen Haushalt fließen zu lassen. Die Kultusministerin bestrafe jetzt alle, die vernünftig wirtschaften. Damit beweise sie erneut, dass die Schulen ihrer Ministerin nicht mehr vertrauen könnten, meinte Förderling.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #190.