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Die FDP hat einen eigenen Haushaltsvorschlag entwickelt und fordert Rot-Grün auf, auf die für 2017 geplante Neuverschuldung von 360 Millionen Euro zu verzichten – und 2018 den Altschuldenstand um 400 Millionen Euro abzubauen. Dies sei trotz der niedrigen Zinsen nötig, denn das Land müsse für den Fall plötzlicher Zinssteigerungen vorbereitet sein und seinen Kreditbestand zurückfahren, meint der FDP-Finanzexperte Christian Grascha. Außerdem will die FDP den Verfassungsschutz um 20 Stellen erweitern, das Landeskriminalamt um neue Kapazitäten bei der DNA-Auswertung und den Stab der Datenschutzbeauftragten um acht Stellen. Die Landespolizei müsse bis 2018 um 1000 Stellen wachsen. Ein Programm zur Sanierung von Amtsgerichten solle aufgelegt werden. Für die Schulsozialarbeit an Gymnasien und Förderschulen sollten 12,5 Millionen Euro zusätzlich fließen. Zur Gegenfinanzierung ihrer Vorschläge setzt die FDP auf weiter sinkende Ausgaben für Zinsen, sie will aus dem Verkauf von Landesgrundstücken 56 Millionen Euro erlösen und pocht auf eine Verwaltungsreform, so beispielsweise die Zusammenlegung verschiedener Untergliederungen der Bauabteilungen beim Sozial-, Justiz- und Wissenschaftsministerium. Die vier Ämter für Regionalentwicklung sollten abgeschafft werden, in der Staatskanzlei solle eine Staatssekretärin „eingespart“ werden und das Büro der Landesbeauftragten für Migration solle aufgelöst werden. Das Land könne auf eine eigene Klimaschutzagentur verzichten, Verkehrsinvestitionen für die Kommunen sollten umgeschichtet werden – weg vom ÖPNV und hin zum Straßenausbau.

