Prof. Martin Grotjahn, Vizepräsident der Hochschule Hannover (HSH), hat ein neues Forschungsinstitut für angewandte Datenwissenschaften feierlich eröffnet. „Der Zugang zu Daten und die Fähigkeit, Daten zielbezogen bereitzustellen und auszuwerten, sind entscheidende Wettbewerbsfaktoren der digitalen Wertschöpfung“, sagte Grotjahn. Insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen, mit denen die HSH-Datenexperten unter anderem seit 2017 im Forschungscluster „Smart Data Analytics“ zusammenarbeiten, würden das Potenzial der Daten noch längst nicht ausnutzen. Neben Forschung und Lehre steht der Wissenschaftstransfer beim neuen Institut „Data|H“ besonders im Fokus.

„Mit Simulation, Künstlicher Intelligenz und Digitalem Zwilling treiben wir in Hannover Themen voran, die wir wirklich in der Industrie gebrauchen können“, lobte Angelika Thiel, Logistikchefin bei MTU Maintenance in Langenhagen. Ein Neuwagen bei Volkswagen bestehe aus 10.000 Teilen, bei MTU werden Flugzeugtriebwerke bei der Wartung in rund 20.000 Einzelteile zerlegt. „Das ist ein immenses Netzwerk an Datenflüssen“, sagte Thiel. Der Flugzeugtriebwerkehersteller hat mit den HSH-Datenforschern nicht nur seine jüngste Werkserweiterung digital vorbereitet, sondern holt sich immer wieder Impulse zum Data Management ein.


