8. Sept. 2016
Parteien

Gregor Gysi für Rot-Rot-Grün in Niedersachsen

Der frühere Linken-Vorsitzende Gregor Gysi hat sich für ein rot-rot-grünes Bündnis in Niedersachsen ausgesprochen. „SPD, Grüne und Linke müssen sich auch hier in Niedersachsen zusammenraufen“, sagte Gysi beim Redaktionsbesuch beim Politikjournal Rundblick. Für die Linke seien nach der Landtagswahl zwei Rollen möglich. Sie dürfe sich weder vor der Oppositions- noch der Regierungsrolle fürchten. Zu beidem müsse die Linke bereit sein. Das Ziel sei schließlich ein anderes Deutschland, das sozialer und gerechter gestaltet sei. https://soundcloud.com/user-385595761/gysi-fur-rot-rot-grun-in-niedersachsen Ein Erfolg bei der Kommunalwahl ist für Gysi die Voraussetzung für eine erfolgreiche Landtagswahl. „Wenn man vor Ort nicht verankert ist, erreicht man auch nicht die Zustimmung bei Landtagswahlen“, so der Politiker der Linkspartei. Gysi sprach auch über Veränderungen im Parteienspektrum. So gelte die Linke in den ostdeutschen Bundesländern inzwischen als etabliert und bekomme dadurch nicht mehr die Proteststimmen. Seine Partei müsse sich dort deshalb um neue Wähler kümmern. Die CDU im Bund sieht Gysi dagegen künftig in der Oppositionsrolle. „Die historische Aufgabe der Union besteht darin, die AfD überflüssig zu machen. Das kann sie aber nicht als Regierungspartei, sondern nur in der Opposition“, so Gysi. Das sollte sich seiner Meinung nach dann 2018 auch in Niedersachsen fortsetzen.
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Gysi war am Donnerstag in Hannover, weil er sein Buch „Ausstieg links?“ vorstellte. Darin schildert der 68-Jährige, wie sich sein Leben nach dem Ausstieg aus der Politik verändert hat. Nach dem Abschied Gysis aus der aktiven Politik hatte er immer wieder angeboten, seine Partei zu unterstützen. Dies ist allerdings von führenden Vertretern der Linken-Bundestagsfraktion nicht uneingeschränkt positiv aufgenommen worden. Bekannt ist, dass es zwischen Gysi und der Linken-Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht immer wieder Dispute gegeben hat.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #161.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning