(rb) Hannover. Die Nord/LB ist zufrieden mit dem Geschäftsergebnis für das Jahr 2015. Trotz eines ausgesprochen schwierigen Marktumfeldes habe die Bank gut abgeschnitten, was aber auch an Einmaleffekten etwa durch Beteiligungsverkäufe gelegen habe, sagte deren Vorstandsvorsitzende, Dr. Gunter Dunkel, am Donnerstag während der Bilanzpressekonferenz in Hannover. Im laufenden Jahr werde sich das Ergebnis allerdings nicht wiederholen lassen. Zum einen lasse sich die weitere Entwicklung auf den Schiffsmärkten kaum prognostizieren. Zum anderen könne die Bank nicht darauf setzen, dass ihr Einmaleffekte erneut so viel Rückenwind geben. 2015 erzielte die Landesbank mit 653 Millionen Euro ein Vorsteuerergebnis, das das Vorjahresergebnis von 276 Millionen Euro mehr als verdoppelte. Gleiches gilt auch für das Nachsteuerergebnis von 518 Millionen; 2014 waren es 205 Millionen Euro. Stolz ist die Bank auf die mittlerweile erreichte Kernkapitalquote von 13,1 Prozent. Das habe man bisher in dieser Höhe nicht gekannt, betonte Dunkel. Die soliden Erfolge der Nord/LB seien vor allem dem konservativen Geschäftsmodell geschuldet, an dem man auch in Zukunft festhalten werde. Zum Jahresende habe die Bank die Bilanzsumme auf 181,1 Milliarden Euro zurückgeführt, ein Jahr zuvor waren es noch 198,6 Milliarden Euro. Trotz dieser gezielten Reduktion um acht Prozent habe sich das Kreditgeschäft mit Kunden auf dem hohen Stand von 107,9 Milliarden Euro konstant gehalten. Dunkel wies daraufhin, dass die Landesbank in allen Geschäftsbereichen außer der Schiffsfinanzierung bessere Ergebnisse erzielt habe. Die Schiffsfinanzierung sei weiterhin durch die globale Krise der Branche belastet. Zunächst sei die Bank davon ausgegangen, dass diese 2016 enden würde, betonte Dunkel. Dennoch werde die Nord/LB weiter einen Schwerpunkt bei der Schiffsfinanzierung setzen. Kaum ein anderes Institut weltweit kenne sich so gut in dem Geschäft aus wie die Nord/LB. Auf wachsendes Interesse von Investoren stoße die Flugzeugfinanzierung. Gleiches gelte für das Segment „Energie und Infrastruktur“. Hier sei die Nord/LB einer der führenden Finanzierer und habe die Stellung bei den Erneuerbaren Energien weiter ausbauen können. Mit vorsichtigem Blick in die Zukunft werde 2016 ein Jahr der Herausforderungen, u.a. wegen der Verschärfung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen und der auch in den kommenden beiden Jahren nicht zu erwartenden Entspannung auf den Schiffsmärkten. Er sehe zudem kein Ende der Niedrig-/Negativzinsphase, sagte Dunkel.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #68.