
Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin von Hannover, hat am Montag zusammen mit Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) ein Zehn-Punkte-Sofortprogramm vorgelegt, um die Landeshauptstadt bereits 2035 klimaneutral zu machen – und nicht erst wie bisher geplant im Jahr 2050. Als zentrale Bausteine nannte Ritschel die Dekarbonisierung des Kraftwerks Stöcken, die Solarpflicht für Neubauten, kostenlose Beratung für die Installation von Solaranlagen und den Ausbau der Elektromobilität. „Zudem wird einer der wichtigsten Bausteine für die Wärmewende in Hannover die geplante Fernwärmesatzung sein, über die der Rat derzeit berät“, sagte Ritschel. Die Dezernentin berichtete auch, dass die Landeshauptstadt ihr Ziel verfehlt habe, die Treibhausgasemission um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. Stattdessen habe Hannover den Ausstoß nur um 33 Prozent auf 4,4 Millionen Tonnen pro Jahr vermindert. Der Energieverbrauch sei um 18 Prozent zurückgegangen.


