8. Juli 2021
Soziales

Impfung für Kinder: Fünf Zentren ziehen nicht mit

Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens hat in einer von FDP und Grünen beantragten Landtagsbefragung der Landesregierung auf kritische Hinweise zur Corona-Schutzimpfung reagiert. In der Mehrzahl der 50 landesweiten Impfzentren würden auch Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren ein Impfangebot bekommen, erklärte die SPD-Politikerin. Nur in etwa fünf Impfzentren, beispielsweise in Leer, hätten sich die Ärzte anders entschieden – dort seien die Eltern mit ihren Kindern nicht erfolgreich gewesen und hätten wieder gehen müssen. Sie empfehle aber, betonte die Ministerin, in jedem Fall ein intensives Gespräch mit den Ärzten zu führen.

Sozialministerin Daniela Behrens - Foto: Herzig

Die Landesregierung hat deutlich gemacht, dass sie auch eine zügige Impfung von Jugendlichen befürwortet, damit in Deutschland die „Herdenimmunität“ schneller erreicht werden kann. Die „Ständige Impfkommission“ (Stiko) zögert aber noch mit einer Empfehlung. In anderen Ländern wird derzeit geprüft, ob die rasche Verbreitung des Delta-Virus bei infizierten Jugendlichen tatsächlich zu Erkrankungen führt. Von der Antwort auf die Frage hängt dann auch ab, ob der Schulunterricht nach den Sommerferien wieder regulär starten kann, was bislang vom Kultusministerium geplant ist.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #129.
Niklas Kleinwächter
AutorNiklas Kleinwächter