9. Juni 2016
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In Kürze

(rb) Niedersachsen ist einer Bundesratsinitiative Brandenburgs beigetreten, die eine bessere Finanzausstattung für das Deutsch-Polnische Jugendwerk anstrebt. Das hat das Kabinett jetzt beschlossen. Seit der Unterzeichnung des Vertrages zwischen Deutschland und Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit, die sich am 17. Juni zum 25. Mal jährt und die Grundlage war für die Gründung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks, konnten sich nach Angaben von Sozialministerin Cornelia Rundt 2,7 Millionen Jugendliche aus Deutschland und Polen auf diesem Wege kennenlernen. Nach wie vor sei das Interesse der Jugendlichen ungebrochen. Für 2016 stünden dafür Bundesmittel in Höhe von fünf Millionen Euro zur Verfügung; die polnische Regierung steuere weitere 4,2 Millionen Euro dazu bei. Diese Mittel reichten jedoch nicht mehr aus, um die hohe Zahl an Förderanträgen zu bedienen. Deshalb wird die Bundesregierung mit dieser Länderinitiative aufgefordert, die Zuwendungen für die deutschpolnischen Jugendbegegnungen schrittweise zu erhöhen. (rb) Menschen mit Behinderungen müssen im Alter häufig ihre gewohnte Wohnumgebung – entweder das Heim oder aber auch die Wohnung der Eltern – verlassen und zumeist gegen ihren Willen in eine Altenwohneinrichtung umziehen. Die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Petra Wontorra, will hier neue Wege gehen. „Wir brauchen Ideen und Strategien, um zu verhindern, dass diese Menschen dann zwangsläufig in Altenpflegeheime übersiedeln müssen“, sagte sie während eines entsprechenden Fachtages in Hannover. Dass es auch anders geht, zeigt die Broschüre „Selbstbestimmt Wohnen im Alter – auch für Menschen mit Behinderungen?“, die Wontorra am Mittwoch präsentierte und die in Zusammenarbeit mit dem Niedersachsenbüro „Neues Wohnen im Alter“ erstellt wurde. Darin werden 14 Vorzeige-Wohnprojekte porträtiert. „Die Broschüre soll dabei helfen, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass auch ältere Menschen mit Behinderung ein Recht darauf haben, solange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld zu leben“, betonte Wontorra. Darüber hinaus enthält die Schrift Empfehlungen für die niedersächsische Sozialpolitik und die Akteur/innen vor Ort, um das Engagement für selbstbestimmte Wohnformen für älter werdende Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen zu stärken. Die Broschüre kann bestellt werden bei der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Postfach 141, 30001 Hannover.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #110.
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