(rb) In der Woche vom 6. bis 10. Juni werden die Schuldnerberatungen bundesweit auf ihre Arbeit und den diesjährigen Themenschwerpunkt „Schulden machen krank“ aufmerksam machen. Überschuldete und einkommensarme Menschen hätten ein höheres Risiko, sowohl körperlich als auch psychisch zu erkranken. Zugleich seien Unfälle, Krankheit oder Sucht mittlerweile bei jedem zehnten Fall Grund der Überschuldung. Darauf hat Birgit Eckhardt, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen, der in vier Kreisverbänden und acht Mitgliedsorganisationen Schuldnerberatung anbietet, am Donnerstag hingewiesen. Ein weiteres Problem sei, dass bei Beitragsrückständen in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung kein Anspruch auf die kompletten Leistungen bestehe, sondern nur noch eine „Notfallversorgung“ erbracht werde. Die Wohlfahrts- und Fachverbände forderten daher den freien und kostenlosen Zugang aller Ratsuchenden zur Schuldnerberatung sowie eine praktikable Lösung des Gesetzgebers für den vollen Zugang zur medizinischen Regelversorgung trotz Beitragsrückständen, sagte Eckhardt.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #101.