27. Jan. 2016
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In Kürze

(rb) Eine aktuelle und repräsentative Umfrage der Unternehmensberatung Rochus Mummert „Emotionale Führung am Arbeitsplatz“ unter 1000 Arbeitnehmer/innen in Deutschland hat ergeben, dass immer noch in jedem vierten Unternehmen das Prinzip Befehl und Gehorsam gilt. Anweisungen der Führungskräfte dürfen nicht hinterfragt werden, die Chefs kritisieren viel und loben wenig. Das ist die Realität für 24 Prozent der Arbeitnehmer, ergab die Untersuchung. In deutschen Büros und Werkhallen gebe damit nach wie vor ein befehlender Führungsstil den Ton an nach dem Motto „Tun Sie einfach, was ich Innen sage!“. Erst an zweiter Stelle folge mit 23 Prozent eine coachende Art des Führens, bei der die Mitarbeiter/innen individuell gefördert und Aufgaben sinnvoll delegiert würden. Wie die Studie weiter zeigt, bestehen weder zwischen den befragten Altersgruppen noch zwischen den Geschlechtern nennenswerte Unterschiede. Die Studienergebnisse belegten eindeutig, dass Manager ihren Mitarbeiterstab nicht als Zielgruppe, sondern als Menschen ansprechen müssten, heißt es bei Rochus Mummert. Kommandos motivierten Mitarbeiter/innen nicht. Das schaffe nur ein coachender Führungsstil, der die Arbeitnehmer/innen dabei unterstütze, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Wenn ein Unternehmen seine strategische Positionierung und die operative Leistungsfähigkeit verbessern wolle, müsse es die Potenziale seiner Mitarbeiter/innen und Führungskräfte mobilisieren. Der Weg dorthin führe nur über eine für die notwendigen Veränderungen offene Führungs- und Leistungskultur. Unter Befehls- und Ergebnisdruck gestaltete Strukturen, Prozesse und Systeme verpufften dagegen nach einiger Zeit meist wirkungslos.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #18.
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