17. Apr. 2020
Soziales

Kassenärzte kritisierten Aus des telefonischen Krankenscheins

In den vergangenen Wochen konnten Arbeitnehmer auch per Telefon einen bis zu 14 Tage gültigen Krankenschein organisieren. Die Regelung gilt noch bis Sonntag und wird danach nicht verlängert. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss von  Ärzten, Kliniken und Krankenkassen beschlossen. Kritik daran kommt von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN). „Mit dieser Entscheidung wird die Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus in den niedersächsischen Arztpraxen steigen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch in Hannover. [caption id="attachment_49468" align="alignnone" width="780"] Ab Montag muss man für eine Krankenschein wieder persönlich zum Arzt - Foto: AnnettVauteck[/caption] Die Kassenärzte hatte sich dafür eingesetzt, die Regelung bis zum 3. Mai zu verlängern, da sich die Maßnahme als sinnvoll erwiesen habe. Barjenbuch befürchtet nun, dass die Patienten ab Montag „die Arztpraxen fluten“ werden. Das mache viele Bestrebungen von Kontaktsperren und Sicherheitsabständen zunichte.
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Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschuss meinte dagegen, die Dynamik der Neuinfektionen laufe inzwischen deutlich verlangsamt ab Deshalb könne die Regelung des telefonischen Krankenscheins wie geplant auslaufen.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning