
Prof. Michael Manns, Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), vermeldet einen Rekord bei den eingeworbenen Drittmitteln für die Forschung. In 2021 lag der Drittmittelertrag bei 97,2 Millionen Euro, wozu insbesondere die Erforschung von Covid-19 beigetragen habe. „Seit Pandemiebeginn haben unsere Forschenden mehr als 42 Millionen Euro allein in diesem Forschungsfeld eingeworben“, sagte Manns. Unter den medizinischen Hochschulen gehört die MHH damit zu den Top fünf in Deutschland. In Niedersachsen hatten zuletzt drei Universitäten die 100-Millionen-Euro-Marke bei den Drittmitteln geknackt: die TU Braunschweig, die Uni Göttingen und als landesweiter Spitzenreiter die Uni Hannover mit mehr als 122 Millionen Euro. Die meisten Drittmittel werden üblicherweise in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften eingeworben.
Vom Land erhielt die MHH im vergangenen Jahr einen Zuschuss von 177 Millionen Euro für Forschung und Lehre. Aufgrund der Corona-Pandemie rutschte die Hochschule bei einem Jahresumsatz von rund einer Milliarde Euro mit 13 Millionen Euro ins Minus. Nachdem die Patientenzahlen im Jahr 2020 deutlich zurückgegangen waren, hat sich die Lage wieder stabilisiert. „Bei den Operationen verzeichneten wir im vergangenen Jahr ein leichtes Plus und lagen 2021 mit knapp 30.000 Operationen wieder auf Vor-Corona-Niveau“, sagte Vizepräsident Prof. Frank Lammert. Mit 337 Organtransplantationen sei dieMHH unverändert das größte Zentrum dieser Art in der Bundesrepublik.


