
Mathias Middelberg, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Osnabrück und einer der Vize-Chefs der Bundestagsfraktion, soll in der Partei eine neue wichtige Aufgabe übernehmen. Wie aus politischen Kreisen in Berlin verlautet, hat CDU-Chef Friedrich Merz ihm das Amt des CDU-Bundesschatzmeisters angeboten. Die Stelle ist vakant, da die Amtsinhaberin Franziska Hoppermann aus Hamburg die Position der CDU-Generalsekretärin übernommen hat. Dass der 61-jährige Middelberg jetzt in der parteiinternen Hierarchie aufrückt, kommt nicht unerwartet. Als im Sommer der CDU-Abgeordnete Fritz Güntzler zunächst als Bundesverkehrsminister nominiert wurde, dann aber doch absagte, wurde der niedersächsischen CDU noch einmal ein großes Manko bewusst. Der zweitgrößte Landesverband der Partei ist bisher mit keinem Minister in der Bundesregierung vertreten, während niedersächsische Sozialdemokraten beim Koalitionspartner SPD hoch im Kurs stehen. Middelberg war - neben Güntzler und dem früheren Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt - wiederholt von CDU-Landeschef Sebastian Lechner gegenüber Merz als einer derjenigen genannt worden, die "ministrabel" seien. Allerdings hatte Middelberg nach der Bildung der Bundesregierung im Frühjahr 2025 das Angebot, Staatsminister im Auswärtigen Amt zu werden, ausgeschlagen. Dass er nun von Merz für das Amt des CDU-Bundesschatzmeisters nominiert wird, kann als Signal des Kanzlers an die Niedersachsen-CDU verstanden werden. Ein Jahr vor der Landtagswahl in Niedersachsen soll so die Rolle der Landespartei in der Bundespartei gestärkt werden.


