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Nach Aussage von Ministeriumssprecher Grimm ist seine Ministerin aufgeschlossen für den im Rundblick geäußerten Vorschlag des Vize-Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Christos Pantazis, auf Massen-Schnelltests umzusteigen. Pantazis meint, diese lieferten viel schneller Ergebnisse, könnten im großen Umfang für geringere Kosten ausgewertet werden und gäben damit die Chance, schnell einen Überblick über die Virus-Verbreitung zu bekommen. Grimm erklärte, bisher habe das Robert-Koch-Institut noch davon abgeraten, weil viele Schnelltests nicht äquivalent zu den bisher angewandten PCR-Tests seien, an der Zuverlässigkeit der Ergebnisse also Zweifel bestünden. Sobald sich das ändere, werde der Vorschlag von Massen-Schnelltests „in unsere Teststrategie einfließen“.
Auffällig an den neuen Zahlen der Infektionen ist nach Angaben des Ministeriums, dass nun verstärkt jüngere angesteckt werden. Bei vielen von ihnen sei der Krankheitsverlauf deutlich weniger schwer als bei älteren, deshalb reichten die Kapazitäten der Betten mit Beatmungsgeräten in den Kliniken bislang auch aus. Es bleibe aber wichtig, dass jüngere Leute weiter die Abstandsregeln beachten, vor allem gegenüber der älteren Bevölkerung und gegenüber vorerkrankten Personen, die als Risikogruppe eingestuft werden. In einer Antwort auf eine Landtagsanfrage der FDP hat die Landesregierung angegeben, dass bisher 2557 Niedersachsen den Gesundheitsämtern mitgeteilt hätten, dass sie aus Risikogebieten zurückgekehrt sind. Laut Landes-Verordnung müssen sie sich in diesem Fall in eine zweiwöchige Quarantäne begeben, sofern sie kein negatives Test-Ergebnis vorweisen können. Tatsächlich sind laut Anfrage 1739 Personen in Quarantäne gegangen, wie aus der Antwort auf die Anfrage hervorgeht. Für Türkei-Rückkehrer beispielsweise ist es relativ einfach möglich, ein Testergebnis vorzuweisen und damit der Quarantäne zu entgehen.

