Niedersachsens Arbeitsmarkt bleibt auf Rekordniveau
(rb) Hannover. Für einen November zeigt sich der niedersächsische Arbeitsmarkt in ungewöhnlich guter Verfassung. Trotz nachlassender Dynamik sei die Zahl der Arbeitslosen noch um 775 bzw. 0,3 Prozent gegenüber dem Oktober zurückgegangen. Das sind 9103 bzw. 3,6 Prozent weniger als im November 2014. Es waren 242 469 Personen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag wie im Oktober bei 5,8 Prozent; vor einem Jahr waren es 6,1 Prozent. Der Arbeitsmarkt bewege sich damit weiter auf Rekordniveau, sagte der Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, Klaus Stietenroth, am Dienstag. Eine niedrigere Arbeitslosenzahl habe es in Niedersachsen zuletzt im Juni 1992 mit 241 842 Menschen gegeben. Von der stabilen Wirtschaftslage hätten nahezu alle Bevölkerungsgruppen profitiert, betonte der Agentur-Chef. Überdurchschnittlich haben erneut die unter 25-Jährigen abgeschnitten: 22 157 junge Leute zwischen 15 und 25 Jahren waren arbeitslos gemeldet. Das waren 1025 bzw. 4,4 Prozent weniger als im Oktober und 772 bzw. 3,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Neu ist eine gesonderte Erfassung der arbeitslosen Ausländer. Deren Zahl stieg im November auf 46 225 Personen, 963 bzw. 2,1 Prozent mehr als im Oktober und 4928 bzw. 11,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Nach Ansicht Stietenroths spiegelt sich darin zunehmend die Flüchtlingszuwanderung wider. Angestiegen ist die sogenannte Unterbeschäftigung, das sind Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie an Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Ihre Zahl nahm um 1083 bzw. 0,3 Prozent auf 316 817 zu. Das sind aber immer noch 14 347 bzw. 4,3 Prozent weniger als im Vorjahresnovember. Weiter zugenommen hat schließlich das Beschäftigungswachstum. Nach den aktuellsten Zahlen für September 2015 sind rund 2 843 100 Menschen in Niedersachsen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 69 300 bzw. 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #223.