28. Sept. 2016
Finanzen

Niedersachsens Kommunen sind Spitze beim Schuldenmachen

Kurz vor dem „Kommunalbericht“, den der Landesrechnungshof heute im Landtag vorstellt, kommen düstere Nachrichten über die Lage der niedersächsischen Städte, Gemeinden und Kreise. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wuchs der Schuldenstand der niedersächsischen Kommunen im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2015 um 3,6 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro. In keinem anderen Land sei ein stärkerer Anstieg der kommunalen Verschuldung festzustellen. Die Schulden des Landes Niedersachsen hätten sich von Ende 2015 bis Mitte 2016 von 60,8 auf 60,4 Milliarden Euro verringert. Wie ein Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes mitteilt, könnte die Ursache in den hohen Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen liegen. Außerdem habe der Abgas-Skandal von VW dazu geführt, dass in mehreren Kommune  die Gewerbesteuereinnahmen gesunken sind.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #175.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning