Schröder empfiehlt Stephan Weil als nächsten Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten
Altkanzler Gerhard Schröder hat mit einer Interviewaussage in der parlamentarischen Sommerpause offensichtlich versucht, eine Personaldebatte in der SPD anzustoßen. Schröder, der jüngst mit seiner Teilnahme an der Amtseinführung des türkischen Staatspräsidenten Erdogan und einige Wochen zuvor mit seiner Gastrolle bei der Vereidigung von Russlands Präsident Wladimir Putin öffentlich in Erscheinung trat, gab dem Magazin „Stern“ ein Interview. Dabei antwortete er auf Fragen nach dem Erfolgsrezept seiner Partei bei Wahlen. Die SPD, meinte Schröder, könne dann gute Ergebnisse erzielen, wenn ihr Spitzenpersonal wirtschaftliche Kompetenzen vorzuweisen habe. „Und da sehe ich gegenwärtig zwei: Olaf Scholz, den Finanzminister, und Stephan Weil, den Ministerpräsidenten von Niedersachsen.“ Die Parteivorsitzende Andrea Nahles, die als solche auch in Betracht käme, nannte Schröder in der Aufzählung seiner Favoriten nicht. Ministerpräsident Stephan Weil hatte in der Vergangenheit stets erklärt, keinen Ehrgeiz auf ein Amt in Berlin zu haben.
Hören Sie auch: Politiknerds: Zieht es Sie nach Berlin, Herr Weil?Dieser Artikel erschien in Ausgabe #131.