Bedürfnisse der Kommunen sollen berücksichtigt werden
Zu diesem Punkt äußerte die SPD-Abgeordnete Immacolata Glosemeyer Bedenken. „Bei dieser Lösung wird es viel Diskussionsbedarf mit den Kommunen geben, denn schon jetzt ist die finanzielle Beteiligung der einzelnen Kommunen an den Werkstätten in ihrem Bereich sehr unterschiedlich.“ Das werde Berücksichtigung finden, versicherte Maaß daraufhin. Deshalb habe man die kommunalen Spitzenverbände schon mit sechs Sitzen an der Arbeitsgruppe beteiligt, um deren Position entsprechend zu gewichten. „Wir werden allerdings alle möglichen Finanzierungsmodelle einmal durchrechnen.“ Einen Favoriten werde die Arbeitsgruppe im Sommer jedoch noch nicht präsentieren können. „Im Juni werden wir noch nicht alle Rahmenbedingungen kennen. Wie hoch etwa die ESF-Mittel in der neuen Förderperiode ab 2021 sein werden, wird dann noch nicht feststehen“, sagte Maaß. Anja Piel, Fraktionsvorsitzende der Grünen, zeigte sich besorgt, dass dann aber schon der neue Landeshaushalt so konkret ausgestaltet sein kann, dass das Land kein zusätzliches Geld mehr für die Jugendwerkstätten bereitstellen könnte, selbst wenn sich dieser Weg als am praktikabelsten erweisen würde. Maaß entgegnete, dass für die Jugendwerkstätten ohnehin die Finanzierung über die mittelfristige Finanzplanung gesichert sei. Der CDU-Abgeordnete Volker Meyer trat indessen auf die Bremse. Bevor nun im Ausschuss ausgiebig darüber diskutiert werde, wie das Land an den Mehrkosten beteiligt werden müsse, solle man lieber die Ergebnisse der Arbeitsgruppe abwarten. „Immerhin regen wir hier über einen zweistelligen Millionenbetrag.“Lesen Sie auch: Verdi und DGB fordern bessere Ausbildung für Nachwuchs im Handel
Aber auch die künftige Ausrichtung der Werkstätten wird Gegenstand der Beratungen sein. Jugendwerkstätten sind Anlaufstellen für Jugendliche, die keinen Arbeits- oder Ausbildungsplatz erhalten haben. In den Werkstätten werden sie für den Arbeitsmarkt qualifiziert, erlernen Schlüsselqualifikationen wie Konfliktmanagement und bekommen Hilfe bei der Suche nach einer regulären Arbeitsstelle. „In den Werkstätten geht es nicht nur um die Vermittlung der Jugendlichen in Arbeit, sondern um die Verbesserung ihrer Arbeitsfähigkeit ganz allgemein“, sagte Maaß im Ausschuss. Zur ersten Sitzung am 31. Januar seien rund 50 Vertreter von unterschiedlichen Kooperationspartnern gekommen. Neben den Vertretern der kommunalen Spitzenverbände waren etwa Vertreter der Jobcenter, der Landesjugendhilfe, der NBank sowie des Kultusministeriums gekommen. Am Montag sollen die beiden Arbeitsgruppenteile erneut zusammenkommen.


