Soziokultur: Projekte mit Flüchtlingen stehen im Mittelpunkt
(rb) Hannover. Kultur von und mit Flüchtlingen wird unter den vom Land geförderten soziokulturellen Projekten im Jahr 2016 dominieren. Nach Angaben des Kulturministeriums wurden bereits 700 000 Euro von 40 Initiativen für die erste Jahreshälfte 2016 beantragt, darunter 470 000 Euro für soziokulturelle Projekte sowie 230 000 Euro für die sogenannte Strukturförderung. Der Beirat der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen (LAGS), der die Landesmittel vergibt, hat bereits 321 500 Euro zur Förderung von 20 Projekten sowie 191 000 Euro für 15 Strukturförderungen bewilligt. Modellcharakter hat dabei das Projekt COME CLOSER der Theatergruppe „boat people projekt“ aus Göttingen, die in eine Flüchtlingsunterkunft einzieht und dort Theater-, Film-, Musik- und Tanzworkshops für Flüchtlinge und Stadtteilbewohner anbietet. Neue Wege im wahrsten Sinne geht auch der „Unterwegs.Chor Hildesheim“. Hier singen Patenduos aus Zugewanderten und Einheimische gemeinsam und wandern dabei. Das MiSo-Netzwerk will mit einer Fotoausstellung zeigen, wie Einwanderer die Stadtgesellschaft aktiv bereichern. Das Projekt „INSIDE_OUT“ des Kulturzentrums Pavillon in Hannover will Impulse für eine gleichberechtigte Stadtgesellschaft setzen und dabei insbesondere junge Menschen stärken. In der LAGS sind aktuell 95 soziokulturelle Vereine und Zentren vertreten.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #3.