31. Aug. 2015
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Steuereinnahmeplus: Niedersachsen an der Spitze

(rb) Hannover. Niedersachsen kann mit seinen Steuereinnahmen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres die stärksten Steigerungen der Bundesländer verzeichnen. Mit einem Plus von 9,7 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahres übersteigt das Land die Wachstumsraten aller westdeutschen Flächenländer, die im Durchschnitt bei 6,6 Prozent liegen. Darauf hat jetzt der Bund der Steuerzahler hingewiesen und beruft sich dabei auf eine aktuelle Veröffentlichung des Bundesfinanzministeriums. Demnach konnte Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider von Januar bis Ende Juli 2015 mit Einnahmen in Höhe von 12,71 Milliarden Euro ein Plus von 1,13 Milliarden Euro gegenüber dem gleichen Zeitraum 2014 verbuchen. Grund genug für den Steuerzahlerbund, erneut ein sofortiges Ende der Neuverschuldung zu verlangen. Der Verbandsvorsitzende Bernhard Zentgraf forderte die Landesregierung zudem auf, sich für spürbare Entlastungen der Steuerzahler bei der Lohn- und Einkommensteuer einzusetzen. Selbst dann bleibt seiner Meinung nach immer noch genügend Finanzmasse übrig, um zusätzliche Herausforderungen wie etwa die Unterbringung von Flüchtlingen solide zu finanzieren. Wie aus der Veröffentlichung des Bundesfinanzministeriums zu entnehmen sei, habe Niedersachsen die zwischenzeitliche „Delle“ in der Steuerentwicklung aus dem Jahr 2014 bereits wieder ausgemerzt, als das Land in den ersten sieben Monaten ein Steuerminus von 455 Millionen Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 zu verzeichnen hatte, erläuterte Zentgraf. Dennoch habe das Ergebnis immer noch deutlich über dem von 2012 (+342,4 Millionen Euro) und 2011 (+1,84 Milliarden Euro) gelegen. Allein mit dem Ergebnis vom Juli 2015, das mit knapp 1,6 Milliarden Euro um 13,9 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats lag, übertrifft Niedersachsen deutlich die Zuwachsraten von Bund und Ländern (ohne Gemeinden) von immerhin 8,6 Prozent, heißt es.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #156.
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