Die 13 Standorte und 55 Straßenmeistereien sind gesichert, jeder Mitarbeiter wird weiterbeschäftigt und kann an seinem Arbeitsort bleiben.
Wenn sich auch der Bund künftig direkt um alles kümmert, was die Autobahnen angeht, so ist die Landesbehörde doch weiter gefordert als Auftragsverwaltung für andere Bundesvorhaben – und für eigene Landes- und auch für Kommunalprojekte. Das betrifft mehr als 4600 Kilometer Bundesstraßen, mehr als 8000 Kilometer Landstraßen, mehr als 4300 Brücken, mehr als 7600 Kilometer Radwege und etwa 3600 Kilometer Kreisstraßen in 13 Landkreisen. Außerdem geht es um 100 Ortsumgehungen von Bundesstraßen. Spannend ist nun die Frage, wie die Landesbehörde mit weniger Personal „wachsende Aufgaben“ erledigen soll. Althusmann erklärte nämlich, dass der Bund seine Mittel im für den Bau von Verkehrswegen Zug um Zug aufstocken wird, damit stehe vermutlich im jedem der folgenden Jahre ein größerer Anteil auch für Niedersachsen bereit – Geld, das zügig in neue Planungen und neue Projekte gegossen werden soll.
Zu diesem Zweck sieht Althusmanns Konzept nun vor, dass von zwölf der 13 Standorte jeweils zwei eng miteinander „kooperieren“ sollen. Das heißt, dass Mitarbeiter des einen Amtes auch Vorhaben im Bereich des anderen erledigen sollen, dass sie sich eng abstimmen und gegenseitig vertreten. Ein Geschäftsbereich hat bei diesen Projekten dann „den Hut auf“, also den Auftrag zur Koordination. Hannover als größtes und zentrales Amt bleibt davon indes unberührt. Künftig zusammenarbeiten sollen Aurich und Oldenburg, Lüneburg und Stade, Lingen und Osnabrück, Nienburg und Verden, Hameln und Bad Gandersheim sowie Wolfenbüttel und Goslar. Der erstgenannte Ort ist jeweils der „Koordinator“.


