15. Sept. 2026
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Vor der Rede zur Lage der EU: Bernd Lange mahnt realistisches Erwartungsmanagement an

Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, dämpft die Erwartungen an die bevorstehende Rede zur Lage der Europäischen Union. Der niedersächsische SPD-Politiker prophezeit einen „Eiertanz auf dem Vulkan“ und rät zu einem realistischen Erwartungsmanagement: „Man sollte die Rede von Ursula von der Leyen jetzt aber auch nicht noch zusätzlich mit immer neuen Erwartungen aufladen. Sie kann nicht allen gleichzeitig gerecht werden.“ Europa müsse stärker, wettbewerbsfähiger und handlungsfähiger werden, ohne dabei wichtige Partner vor den Kopf zu stoßen. Außerdem müsse die Kommissionspräsidentin auch deutlich machen müssen, wie Europa mit den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Klimaveränderung umgehen will, wie Wettbewerbsfähigkeit mit sozialer Gerechtigkeit in Einklang zu bringen ist. Im Besuch des kanadischen Premierministers Mark Carney an diesem Mittwoch in Straßburg sieht Lange ein wichtiges Signal. „Das Verhältnis zwischen Kanada und der Europäischen Union kann bewusst zu einem Gegenmodell zu einer internationalen Ordnung werden, in der zunehmend das Recht des Stärkeren gilt.“ Er kritisiert, dass noch nicht alle Mitgliedstaaten das Freihandelsabkommen Ceta ratifiziert haben. „Das muss sich schleunigst ändern.“

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #160.
Niklas Kleinwächter
AutorNiklas Kleinwächter
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