11. Mai 2016
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Wachsende Probleme bei der Besetzung von Lehrstellen

(rb) Hannover. Etwa 30 Prozent der Unternehmen im Bereich der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern haben derzeit Probleme, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen; 70 Prozent von ihnen nennen als Begründung, dass ihnen keine geeigneten Bewerbungen vorliegen. Das ist eines der Ergebnisse der Aus- und Weiterbildungsumfrage 2016 der IHK Hannover, an der sich 1035 Unternehmen der niedersächsischen Kammern beteiligt haben. Wie es weiter darin heißt, sind die ausgewählten Jugendlichen bei einem Fünftel der Betriebe gar nicht erst zur Ausbildung angetreten, 43 Prozent stellten Ausbildungshemmnisse bei den Jugendlichen fest. Dazu zählen unklare Berufsvorstellungen (79 Prozent), mangelnde Leistungsbereitschaft und Motivation wurden von rund der Hälfte der Betriebe angegeben ebenso wie Defizite bei Disziplin und Belastbarkeit. Schließlich gibt es auch Probleme mit der schulischen Qualifikation hinsichtlich des mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögens sowie der elementaren Rechenfertigkeiten. Um auf lernschwächere Jugendliche besser eingehen zu können, machen bereits 45 Prozent der Unternehmen ein eigenes Angebot an Nachhilfe, 31 Prozent nutzen ausbildungsbegleitende Hilfen der Agentur für Arbeit, während das neue Förderinstrument der „assistierten Ausbildung“ bei den meisten Betrieben noch unbekannt ist. 60 Prozent der befragten Unternehmen bekämpfen den Bewerbermangel mit dem Angebot von Betriebspraktika, 45 Prozent haben ihr Ausbildungsmarketing verstärkt, und 34 Prozent bemühen sich darum, neue Bewerbergruppen zu erschließen wie etwa Studienabbrecher. 28 Prozent kooperieren mit Schulen, 19 Prozent mit Hochschulen, 15 Prozent ermöglichen eine Kombination von Ausbildung mit einer Aufstiegsfortbildung. Zwölf Prozent bieten sogar Auslandsaufenthalte während der Ausbildung an.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #90.
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