Wie viele Vizepräsidenten hätten's denn gern? Der Landtag in Hannover - Foto: MB.[/caption]
Seit Tagen ist diese Frage auch bei SPD und CDU heftig umstritten. In der 17. Wahlperiode gab es neben Präsident Bernd Busemann (CDU) noch drei Stellvertreter – zwei Sozial- und einen Christdemokraten. Einige Abgeordnete empfehlen nun, dieses Modell zu wiederholen. Dann würde ein Vizepräsident von Landtagspräsidentin Gabriele Andretta der SPD zufallen, zwei würden an die CDU gehen. Nach der bisherigen Regelung im Abgeordnetengesetz hat jeder Vizepräsident Anspruch auf eine um 40 Prozent erhöhte Diät.
Das Dilemma der beiden künftigen Koalitionsfraktionen sieht so aus: Wenn man bei drei Vizepräsidenten bliebe und SPD wie CDU würden je einen Posten an Grüne und FDP abtreten, um ein Zeichen des guten Willens gegenüber diesen beiden Oppositionsfraktionen zu zeigen, würde die SPD bei den Vizepräsidenten ganz leer ausgehen – und die CDU hätte nur einen und nicht zwei Plätze zu besetzen. Das aber stört jene, die für das stimmige Personaltableau von Christ- und Sozialdemokraten noch Vizepräsidentenposten für den Regionalproporz brauchen. In beiden Fraktionen kommen die Braunschweiger bisher nicht sonderlich gut weg, sie könnten hier abgefunden werden.


