SPD-Wahlparty: Hannover-OB Stefan Schostok informiert SPD-Chef Stephan Weil über aktuelle Zahlen - Foto: MB.[/caption]
Um kurz nach 21 Uhr wechseln viele den Standort. Zuvor standen die meisten vor dem Lokal. Draußen sind die Temperaturen inzwischen recht angenehm, drinnen steht die Hitze. Aber jetzt zieht es alle mit dem Bier in der Hand ins Innere. An den Deckenbalken hängen Trikots von Hannover 96-Stars wie Zieler, Cherundolo, Schlaudraff oder Hustzti – auf der Bühne stehen jetzt die Stars der SPD aus Stadt, Region und Land - unter anderem Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok, Regionspräsident Hauke Jagau und Ministerpräsident Stephan Weil. Reden von Hannovers sympathischem Bürgermeister nehmen manchmal skurrile Schlenker. „Wir haben eine tolle Familienpolitik gemacht. Dadurch hatten wir auch einen vermehrten Storchenzuflug in Hannover“, lobt Schostok die eigene Politik. In Hannover bringt die SPD sogar die Kinder.
Ministerpräsident Stephan Weil bleibt bei dem schrägen Bild. Jagau und Schostok bekämen landesweit sehr viel sozialdemokratischen Nachwuchs. Die SPD habe sehr gut abgeschnitten, sagt Weil und nennt als Beispiele unter anderem die Landkreise Wittmund, Leer und Hildesheim. Sogar in Celle, wo sich die CDU allergrößte Mühe gegeben habe, einen aus ihrer Sicht historischen Betriebsunfall zu korrigieren, habe die SPD die Nase vorn. Den größten Beifall der Genossen aus Hannover gibt es heute Abend für das Ergebnis von Dirk-Ulrich Mende, dem SPD-OB-Kandidaten in Celle – rund 40 Kilometer von Hannover entfernt.
Danach geht es für den Parteichef direkt vor die Fernsehkameras und Radiomikrofone. „In Niedersachsen bleibt die SPD eine starke Kommunalpartei“, freut sich Weil standardgemäß und fügt an, Kommunalwahlen hätten ihre eigenen Gesetze. Das sagt man sonst über den DFB-Pokal beim Fußball. Der Satz passt hervorragend in die Nordkurve.
Auch mit Helmut Jäkel kann man gut über Fußball sprechen. Bis vor kurzem hat er noch die Fußball-Knirpse bei VfL Eintracht in Hannover trainiert. „Denen musste man erst einmal beibringen, den Ball nicht ins eigene Tor zu schießen. Auch ein guter Ratschlag in der Politik. Wir haben in der SPD doch auch welche, die Eigentore schießen“, sagt Jäkel und lacht. (MB.)
Lesen und hören Sie auch:
O-Töne zum Ausgang der Kommunalwahl
SPD glänzt bei Direktwahlen – aber schwache Grüne beenden rot-grüne Mehrheiten
Pro & Contra zum Kommunalwahlrecht

