Messe, Flughafen, Tierparke: Überall sieht Althusmann große Belastungen. Es sei fraglich, ob in diesem Jahr die Hannover-Messe noch Ausstellungen anbieten kann. Leider könnten bisher öffentliche Unternehmen nicht unter den Rettungsschirm schlüpfen, der für die private Wirtschaft möglich ist. Bei den Tierparken wie dem Serengeti-Park könne man in zwei Wochen vielleicht die Auflagen lockern, zumal die Besucher dort im Auto durch den Park fahren.
Airbus und Meyer-Werft: Die Luftfahrtindustrie wird sich laut Althusmann wohl „frühestens in fünf Jahren wieder erholen“, Airbus habe die Produktion in Bremen und Stade schon gestoppt. Die Meyer-Werft (3600 Mitarbeiter) hat zwar noch Aufträge bis 2023, einige Auftraggeber wollten die bestellten Schiffe aber nicht mehr haben. Firmenchef Bernard Meyer spricht von Kurzarbeit und Arbeitsplatzabbau. Althusmann sagte, in einem Runden Tisch wolle er über Investitions- und Innovationsförderung reden. Die Lage sei sehr ernst, da ja auch mit Enercon in Aurich ein weiterer Arbeitgeber in der Region große Probleme zeige.
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Gesundheitswirtschaft: Althusmann warnt davor, die Behelfskrankenhäuser – wie etwa das auf dem Messegelände in Hannover – nach Ende der Krise wieder abzubauen. „Wir brauchen eine langfristige Pandemievorsorge“, sagte der Minister. Dazu gehörten Notfallkliniken, ausreichend Schutzkleidung und andere Reserveeinrichtungen.
Notbetreuung der Kinder: Damit stärker als bisher die Eltern kleiner Kinder ihren beruflichen Pflichten nachgehen können, wird die Betreuung ausgeweitet. Künftig soll das Angebot auch dann in Anspruch genommen werden können, wenn nur ein Elternteil „in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse“ tätig ist.
Veranstaltungsverbot bleibt: Das Versammlungsverbot wird gelockert, so könnten künftig auch wieder Demonstrationen stattfinden – sofern Abstandsregeln und andere Infektionsschutz-Auflagen beachtet werden. Das ist eine wichtige Information vor dem 1. Mai. Bis Ende August bleiben Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern untersagt. Bis dahin aber, sagte Claudia Schröder vom Sozialministerium, seien weiterhin auch Feste und Treffen mit weniger als 1000 Teilnehmern verboten. Die neue Bestimmung besage lediglich, dass Großveranstaltung zwingend bis Ende August nicht möglich sind. Für kleinere Treffen seien schon eher Lockerungen möglich, nur jetzt noch nicht.

