Lesen Sie auch: Wozu denn Beton? In vielen Fällen ist Holz der bessere Rohstoff fürs Bauen Architekten: Niedersachsen sollte das Bauen mit Holz erleichtern
Die Architektenkammer hat noch weitere Wünsche an die Landespolitik, wie Marlow hinzufügte: So begrüße es die Kammer, wenn die Auftraggeber wieder häufiger zu Planungswettbewerben aufrufen. Dies belebe die Debatte über die Gestaltung öffentlicher Räume, es stachele auch zu neuen Leistungen an. Als positiv empfindet Marlow auch die Neigung, gelungene Entwürfe von Architekten als Referenzen anzugeben – es somit deutlich zu machen, wenn ein hochwertiges Arbeitsergebnis abgeliefert wird. Außerdem fordert die Architektenkammer seit langem, die Mindestausbildungszeit für Innen-, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner von bisher drei auf vier Jahre auszuweiten. Es sei so viel zu beachten, betont Marlow – vom Klimaschutz über die rechtlichen Vorgaben bis hin zu den komplexen neuen Herausforderungen. Man müsse beispielsweise nur daran denken, wie häufig Starkregen-Ereignisse inzwischen vorkommen. Deshalb müssten solche früher eher seltenen Wetterentwicklungen auch Rückwirkungen auf die Bauplanungen haben. Zudem sei die Materie immer stärker verrechtlicht worden. Die Mehrzahl der Bundesländer sei jetzt schon auf vier Jahre gegangen – Niedersachsen aber gehöre neben Bayern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen noch zu denen mit drei Jahren. Das Wissenschaftsministerium in Hannover habe sich hier noch nicht bewegt. Hilbers nahm zu diesem Punkt nicht Stellung.


