Lesen Sie auch: CDU-Politiker: Grundsteuer kann durch Einkommensteuer-Zuschlag ersetzt werden Reichinnek sagt Ja zur Grundsteuer
Der CDU-Finanzexperte Ulf Thiele sagte, das von Scholz favorisierte Modell sei „ausgeschlossen“, dann müssten hunderte niedersächsischer Finanzbeamter alle sieben Jahre die rund 3,5 Millionen niedersächsischen Grundstücke neu bewerten. Jetzt brauche man eine pragmatische Regel, nämlich ein Flächenmodell, das rasch beschlossen werden kann. Daneben solle es eine Öffnungsklausel für alle Länder geben, die eigene Wege gehen wollen. Eine Änderung des Grundgesetzes und eine Finanzausgleich-Regel zwischen den Ländern müssten noch hinzukommen. „Das ist ambitioniert, aber machbar“, sagte Thiele.
Alptekin Kirci (SPD) widersprach: Der Wert der Grundstücke müsse trotz der Bedenken der CDU unbedingt einbezogen werden, das habe das Bundesverfassungsgericht verlangt. Stefan Wenzel (Grüne) pflichtete dem bei: „Wenn wir den Wert ausklammern, landen wir schnell wieder in Karlsruhe.“
Christian Grascha (FDP) sieht hingegen die Scholz-Linie als Beitrag dazu, die Grundstückseigentümer abzustrafen und schrittweise zu enteignen.

