Niedersachsen - eine gute Alternative zur stressigen City of London - Foto: MB.[/caption]
Unternehmen sollen vor allem über Netzwerke, Veranstaltungen sowie auf Messen angesprochen werden. So werde das Land unter anderem auf der Offshore Wind Energy im Juli in London präsent sein. Für die Aktivitäten des Landes sollen auch Mittel fließen. Einzelne Kommunen sollen aber nicht unterstützt werden. Das Land arbeite eng mit den kommunalen Wirtschaftsförderungen zusammen. Es sei aber effizienter, die Mittel für das Land Niedersachsen einzusetzen, „da international die Wahrnehmung eines Bundeslandes im Vergleich zum Auftritt einzelner Kommunen wesentlich größer ist“, heißt es in der Antwort auf die Anfrage. Grundsätzlich gelte für internationale Standortmarketingaktivitäten, dass das Angebot von größeren regionalen Einheiten mit einem großen Portfolio an Standorten eher Beachtung finde als das Angebot einzelner Standorte.
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Der CDU-Landtagsfraktion reichen die Aktivitäten der Landesregierung nicht aus. „Es ist unverständlich, warum die Landesregierung nach der Brexit-Entscheidung so wenig Engagement bei der Ansiedlung britischer Unternehmen in Niedersachsachsen zeigt“, kritisiert der Axel Miesner im Gespräch mit dem Rundblick. „Gerade aufgrund der historischen Verbundenheit hätte Niedersachsen hier einen echten Vorteil, den es für Unternehmensansiedlungen nutzen könnte. Nur business as usual reicht dafür aber nicht.“
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Bereits direkt nach der Brexit-Entscheidung hatte die Landeshauptstadt Hannover ihr Standort-Marketing in Großbritannien gezielt gestärkt. Unter dem Titel „Remain in the heart of Europe“ (Bleiben Sie im Herzen Europas) wandte sich Hannover in einer Kampagne unter anderem mit Anzeigen, Beilagen und Mailings an Unternehmen auf der Insel. Dabei warb Hannover als Messe- und Wirtschaftsstandort mit seiner zentralen Lage in Europa.
In Süddeutschland buhlt vor allem die Rhein-Main-Region mit dem Finanzplatz Frankfurt um Unternehmen vor allem aus London. Das regionale Standortmarketing hat schon eine Website geschaltet, auf der sich Interessierte über die Stadt informieren können. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) kommt in einer Studie zum Ergebnis, dass etwa 16.000 Banker London den Rücken kehren könnten. Mindestens die Hälfte könnte ihren Weg nach Frankfurt finden, meinen die Helaba-Experten und sprechen sogar von einer „vorsichtigen Schätzung“.


