Carola Reimann (SPD), Sozialministerin, wirbt massiv für eine Verschärfung des Nichtraucherschutzes. Das niedersächsische Kabinett hat auf ihren Wunsch hin eine Bundesratsinitiative beschlossen, die gemeinsam mit dem CDU/FDP-regierten Land Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht werden soll. Das Ziel ist, das Rauchen in Autos zu verbieten, wenn Minderjährige oder Schwangere im Wagen sitzen. „Bisher gibt es im Nichtraucherschutzgesetz eine Regelungslücke“, sagte Reimann, die vor rund zehn Jahren als Bundestagsabgeordnete zu den Vorreitern einer stärkeren Nichtraucherschutzes zählte. Die gesundheitliche Beeinträchtigung, die vom Rauchen auf Kinder, Jugendliche und Ungeborene im Mutterleib ausgehen, sei erheblich. Daher habe die Gesundheitsministerkonferenz schon vor Monaten ein Rauchverbot auch in Autos gefordert. „Leider hat das Bundesgesundheitsministerium noch keine Taten folgen lassen, deshalb wollen wir jetzt über eine Bundesratsinitiative nachsteuern“, sagte Reimann. Wer trotzdem im Auto raucht und erwischt wird, wenn Minderjährige oder Schwangere anwesend sind, soll ein Bußgeld zwischen 500 und 3000 Euro zahlen müssen. Im Entwurf der Bundesratsinitiative steht auch, dass Cabrios eine Ausnahme sind und geduldet werden. „Aber ein offenes Fenster ist jedenfalls kein Cabrio“, betonte Reimann.


