28. Okt. 2020
Soziales

Die Grünen fordern FFP2-Masken auf Rezept

Die Grünen plädieren dafür, ältere Menschen besser gegen das Coronavirus zu schützen. Bundesgeschäftsführer Michael Kellner sprach sich bei einer Pressekonferenz der Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag dafür aus, dass ältere Menschen FFP2-Masken auf Rezept erhalten sollen. Diese Filterpartikelmasken nutzen vor allem Ärzte und Pflegekräfte, weil sie einen besseren Selbstschutz ermöglichen. [caption id="attachment_54676" align="alignnone" width="780"] Plädiert für einen besseren Corona-Schutz für ältere Menschen: Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner - Foto: Die Grünen, Javier Ruiz[/caption] Für Kellner geht es dabei vor allem um eine soziale Frage. Durch die FFP2-Masken auf Rezept wolle man vermeiden, dass sich nur ein Teil der Risikogruppe einen besseren Schutz leisten könne. Grünen-Fraktionschefin Julia Hamburg wies darauf hin, dass es inzwischen keinen Engpass mehr bei diesen Masken gebe wie am Beginn der Corona-Krise. Inzwischen würden sie auch teilweise in Deutschland produziert.
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Hamburg warf der Landesregierung vor, sich zu wenig auf die steigenden Corona-Zahlen vorbereitet zu haben. „Uns erschreckt, dass die Landesregierung bestimmte Bereiche gar nicht oder unzureichend bearbeitet“, sagte die Fraktionsvorsitzende. Es fehle eine Gesamtstrategie, um auch besser planen zu können. „Vor den Gerichten sieht man dann, was passiert, wenn einem der Gesamtplan fehlt“, meinte Hamburg. Gerichte hatten zuvor  Beherbergungsverbote und Sperrstunden gekippt.

Grüne erarbeiten "15-Punkte-Winterplan"

Eine bessere Vorsorge sieht Hamburg als Basis für die Akzeptanz der Maßnahmen. Die Grünen fordern in einem „15-Punkte-Winterplan“ , der auf einer Fraktionsklausur erarbeitet wurde, eine neue Teststrategie, die auch Bildungseinrichtungen einbezieht und Schnelltests sobald wie möglich zum Einsatz bringt. In Schulen müsse durch Luftreinigungsanlagen, einer Entzerrung des Unterrichts u nd mehr hybride Unterrichtsmodelle mehr Infektionsschutz ermöglicht werden. Darüber hinaus fordern die Grünen, Verbände in die künftigen Planungen stärker einzubeziehen. Seit einem halben Jahr gebe es trotz der schwerwiegenden Maßnahmen keine Verbandsbeteiligung, kritisierte Hamburg. Die Maßnahmen müssten aber einem „Realitäts-Check“ unterzogen werden.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning