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Weniger Bürokratie wünscht sich der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium auch, wenn es bei bewilligten Projekten mittendrin zu unvorhergesehenen Kostensteigerungen kommt. „Es kann im Verlauf eines Projekts zum Beispiel sein, dass mehr Haushalte erschlossen werden können, als man vorher geplant hatte. Auch hier sollte möglichst unkompliziert mit zusätzlichen Fördergeldern unterstützt werden“, so Muhle. Das gelte auch für Preissteigerungen, die es derzeit gerade im Tiefbau gebe und für zahlreiche Eigeninitiativen beim Netzausbau. Hier fehle es noch an Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu leisten. Voraussetzung für eine unbürokratische Förderung sei Vertrauen in die und zwischen den staatlichen Ebenen. „Wir brauchen viel mehr Vertrauen, dass das zur Verfügung gestellte Geld auch korrekt investiert wird“, sagt Muhle. Auf der anderen Seite hält Muhle es für entscheidend, die Kosten im Griff zu behalten. Der Markt dürfe durch die Förderung nicht noch weiter überhitzt werden. Zudem brauche es neue Techniken, um Kabel kostengünstiger in den Boden zu bekommen. Das ist auch ein Thema des Kommunalen Breitband Marktplatzes, der heute in Osterholz-Scharmbeck stattfindet. Auf der Messe in der Stadthalle sollen innovative Methoden vorgestellt werden, durch die die Tiefbaukosten sinken sollen. Auf einer Sonderausstellungsfläche wird zudem modellhaftes Breitbandnetz präsentiert. Die Messe mit rund 40 Ausstellern findet zum siebten Mal statt.


