13. Sept. 2023
Wirtschaft

"Diskussion darf kein Dauerzustand werden": Industrie drängt beim Strompreis zur Eile

Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall, hat in der aktuellen Debatte um einen Industriestrompreis zur Eile gemahnt: „Die Diskussion um wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen darf nicht zum Dauerzustand werden. Unsere Wirtschaft wartet seit Monaten händeringend auf eine Lösung. Bezahlbare Energie ist und bleibt eine der wichtigsten Herausforderungen für unsere Unternehmen, um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu sein. Es heißt ,Industrie folgt Energie‘,  das stimmt – aber eben der bezahlbaren."

Volker Schmidt fordert endlich eine Entscheidung beim Industriestrompreis. | Foto: Michael Wallmüller

Schmidt: "Abwanderungen deutscher Firmen ins Ausland sind angesichts hoher Energiepreise längst keine leere Drohung mehr, sondern Realität. 75 Prozent der Unternehmen allein aus der Metall- und Elektroindustrie haben ihre wichtigen Erweiterungsinvestitionen in Deutschland aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen inzwischen auf Eis gelegt. Der Wirtschaftsstandort Deutschland steckt in der Existenzkrise. Um diesen Trend zu stoppen, brauchen Mittelstand und Industrie, vor allem die energieintensiven Branchen, dringend wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen wie zum Beispiel bezahlbare Strompreise. Das heißt: Einen befristeten Brückenstrompreis als Übergang, eine Reduzierung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß und eine Reformation der belastenden Netzentgelte.“

Dieser Artikel erschien am 14.9.2023 in Ausgabe #158.