Bernard Krone, Chef der Krone-Gruppe und Vorsitzender der Ems-Achse, fordert mehr Tempo bei der Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland und will das westliche Niedersachsen zu einer „Willkommens-Region“ machen. „Das beschleunigte Fachkräfte-Verfahren dauert ein dreiviertel Jahr oder länger – dabei sind wir dringend auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen“, sagte der Familienunternehmer aus Spelle beim Parlamentarischen Abend der Ems-Achse am Donnerstag.

In der Wirtschaftsregion Ems-Achse sind 820 Unternehmen, Kommunen und Institutionen aus den Landkreisen Emsland, Leer, Aurich, Wittmund sowie der Grafschaft Bentheim und der Stadt Emden organisiert. Krone rechnete vor, dass in der Wirtschaftsregion rund 150.000 Menschen im Alter zwischen 55 und 65 Jahren leben, die Zahl der 10- bis 20-Jährigen aber nur bei 93.000 liegt. „Uns stehen in den nächsten zehn Jahren für den Arbeitsmarkt 57.000 Menschen weniger zur Verfügung als heute. Ohne qualifizierte Zuwanderung werden wir – bei aller Automatisierung – viele Prozesse nicht mehr abbilden können“, warnte Krone.
Gemeinsam mit der Stadt Lingen und der deutsch-ukrainischen Software-Schmiede Bitecc arbeite die Ems-Achse deswegen an einem Pilotprojekt, „um dem beschleunigten Verfahren zu einer Zeitspanne zu verhelfen, die diesen Namen verdient“. Zudem habe die Wirtschaftsregion beim Wirtschaftsministerium einen Antrag platziert, um personelle Ressourcen für die Fachkräftezuwanderung zu bündeln. „Wir wollen zwei oder drei Partnerländer identifizieren und dann gemeinsam mit unseren Mitgliedern optimale Bedingungen schaffen, um eine echte On-Boarding- und Willkommens-Region zu werden“, sagte Krone.


