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Birkner sagte jetzt, die FDP richte ihre Kritik gar nicht auf die Abstimmung von Publikationen zwischen Landesregierung und Autokonzern. Dies sei sogar richtig und sinnvoll, nach dem Aktienrecht könne es auch geboten sein – zumal Vertreter der Landesregierung im Aufsichtsrat von Volkswagen sitzen. Es gehe der FDP um etwas anderes: nämlich den durch die „Bild am Sonntag“-Veröffentlichung neu entstandenen Verdacht, die Landesregierung könne 2015 über die damaligen Vorgänge nicht vollständig berichtet haben.
https://soundcloud.com/user-385595761/stephan-weil-vorwurfe-zu-vw-haben-mit-dem-wahlkampf-zu-tun
Tatsächlich hat der Fall eine Vorgeschichte: 2015 hatte sich die FDP im Landtag erkundigt, ob es vor der fraglichen Regierungserklärung zu VW Kontakte mit dem Konzern gegeben hatte. Die Regierung antwortete darauf nicht, woraufhin FDP-Landtagsabgeordnete Klage beim Staatsgerichtshof einreichten – denn laut Verfassung ist die Regierung gegenüber dem Landtag zu einer unverzüglichen Antwort verpflichtet. Danach verständigten sich beide Seiten, in einer vertraulichen Wirtschaftsausschusssitzung über die Vorgänge zu unterrichten, was dann auch geschehen sei. Daraufhin schlossen Staatskanzlei und FDP im September 2016 einen Vergleich – die Regierung verspricht eine laufende Unterrichtung im Ausschuss, die FDP zieht dafür ihre Klage zurück. „Der Bericht in der ,Bild am Sonntag‘ weckt nun aber den Verdacht, es habe schon früher als bisher von der Regierung zugestanden Kontaktaufnahmen zu VW gegeben. Wenn das so zutreffend sein sollte, hat uns die Staatskanzlei hinter die Fichte geführt“, sagt nun Birkner. Die Mail von Regierungssprecherin Anke Pörksen an den VW-Kommunikationschef Thomas Steg habe sich nicht in den Akten befunden.
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Birkner betonte, dass die FDP zu der 20-prozentigen Beteiligung des Landes Niedersachsen an VW stehe. Zwar habe sich Parteichef Christian Linder für den Rückzug des Landes ausgesprochen. „Doch es gibt für die Umsetzung dieses Ziels in Niedersachsen keinen politischen Partner. Außerdem wäre es der falsche Zeitpunkt, da das Unternehmen gegenwärtig eine Stabilisierung nötig hat“, sagte Birkner.

